Daniel Theuring

Daniel Theuring

Diplom Dramaturg der Universität

… Es roch nach Heu. Still schlafende Landschaft vor ihm, klirrende Kälte, kristallklare Luft und alter, stehender Geruch nach Öhmd oder Heu oder Korn. Man konnte es fast schmecken. Es war vertrauter Geruch nach Heimat, Jugend und Erinnerung. Der Atem, der sich seinen Weg aus seinen Nasenlöchern suchte, gefror. Die Nasenhaare stachen. Es war kalt! […]

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es geht um einen mann, der nicht schlafen kann, weil er sein leben spüren will und niemals die kontrolle über sich und sein leben abgibt. der nicht ohne narben und knochenbrüche sterben will. der sich selbstzerstört und bis zur absoluten schmerzgrenze fordert. dieser mann schafft sich eine eingene welt. ein eigenes alter ego und baut damit ein imperium auf. bis er die welt in händen hält und die macht dazu hat sie zu zerstören.

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Geheimnis. Die Boschenbar ist so schnell wieder weg, wie sie gekommen ist. Dort triffst du sie alle wieder. Ein improvisierter Tresen aus Europaletten. Eine Nacht. Danach wie in Luft aufgelöst. Nichts mehr. Weg. Einmal wieder draufgehauen und am nächsten Tag ist wieder Alltag. Wie ein Traum. Ein Traum mit schweren Folgen. Manchmal.

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Einmal, da traute ich meinen Augen nicht. Mein normaler Spazierweg führte in ein Tal hinunter, über das man einen fantastischen Blick hinweg hatte. Flüsschen kreuzen sich da in der Talsohle die mit mächtigen Feldrainen bewachsen waren. Es war Abend und damals war es dort in diesem Teil des Allgäus auf der Grenze zu Oberschwaben normal, dass die Kühe noch am Tag in den schönen, üppigen Streuobstwiesen grasten.

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„Allah ist mein Herrscher, der Prophet mein Menschenkönig, im Koran finde ich die Verfassung, und im heiligen Krieg die schöne Unterweisung. Damit habe ich mich ausgewiesen, für Ost und West, damit habe ich mich als das Stück Dreck erwiesen, für das die Westler mich immer hielten.“ So lauten die ersten Sätze der „Schwarzen Jungfrauen“. Im Rahmen des Modelprojekts „Dehnungsfuge“ hat sich in Lutherstadt Eisleben eine kleine Theatergruppe gefunden. Schon nach wenigen Treffen fand sich dann das Stück von Feridun Zaimoglu und Günter Senkel. Das erste Ziel war es eine szenische Lesung zu Eröffnung der Interkulturellen Woche zu inszenieren. Die Jugendlichen haben unter der Leitung von Daniel Theuring und Lilli Möckel ihre Ideen eingebracht, ausprobiert und am Ende meistens umsetzten. Es entwickelte sich eine Halbe Stunde mit Musik, Text, Kostüm, Licht und wichtiger Message. Mit dem Satz „Vielleicht wird auch meine Mutter einsehen, dass Allah kein Ausländer ist.“ endete die Lesung zur Eröffnung der IKW auf der großen Bühne vor einem vollem Saal. Die Gruppe bleibt bestehen und möchte das Stück erneut zeigen. Zusammen wollen wir neue Ideen entwickeln. Dazu bist auch du eingeladen!

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er damals nicht unbedingt die Allgemeine Hochschulreife hätte machen wollen. Wenn er ja gesagt hätte, als ihn sein Schmiedelehrer in der 12 Klasse gefragt hat, ob er sein Lehrling werden wolle. Wenn er den lockeren Spruch bei der Oberstufeneinschätzung seiner Mathematiklehrerin nicht als beleidigend aufgefasst hätte: „Sie sind doch sowieso nicht so der Schreibtischtyp, oder?“ Was wäre […]

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Untertauchen Es ist manchmal gut, einfach unterzutauchen. Gerade wenn die Wut zu groß wird, wenn man sich nur noch über die Gegebenheiten aufgeregt. Dann sollte man einfach gehen. Das wird meist nicht einmal von der Umgebung wahrgenommen. Nur darf man dann nicht unentwegt an die Unwägbarkeiten zurück denken, die einem die Vergangenheit aufgebürdet hat. Vorwärts […]

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